Herbstwesen

14. September 2009 silbenfrau

Mich hat der Herbst geboren mich stürmisches Oktoberkind mich schaukelte verloren eine Waage auf und ab im Wind Der Herbst hat mich genommen so wie ich nunmal bin bin launisch bin besonnen und gebe mich dem Leben hin und meine Augen blicken herbstlich mal strahlend klar und himmelblau und dann mal wieder melancholisch so wie das Leben grau in grau Das ist der Herbst das bin ich nur wer den [» weiterlesen]

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Einfühlsame Texte gepaart mit scharfsinniger Ironie

14. Februar 2010 silbenfrau

-alm- Bendorf. Die Ankündigung zur Lesung “Ernstes und Heiteres – Lyrik und Prosa” machte die Zuhörer neugierig. Was sich hinter diesem Gegensatz verbarg, wollten die beiden Autoren Ulrike M. Dierkes und Peter Lindemann rasch verraten. Peter Lindemann, der als Leiter der Schreibwerkstatt der VHS und Kulturpreisträger der Stadt Bendorf schon zu zahlreichen Lesungen in die Galerie “Hinter Lenchens Haus” geladen hatte, versprach, dass “heiter” selbst in der 5. Jahreszeit nicht [» weiterlesen]

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Marinierte und andere Texte

19. September 2009 silbenfrau

Ein Wortspiel formte aus der Familienbande die Familien-Bande und öffnete damit die Luke zu der Vielfalt von Abgründen, die darin liegen. Der Kugelkopf einer elektrischen Schreibmaschine – nur Ältere kennen so etwas noch – verübte Anschlag um Anschlag; die Anschläge wurden zur Schlagzeile, diese zur Headline die pünktlich zur Deadline dann online ging. Hektik und Humor in der brotlosen Kunst der Schriftstellerei. Mit Selbstironie und scharf gewürzter Satire beschrieb die [» weiterlesen]

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Der lange Weg zu dir selbst

15. September 2009 silbenfrau

Mein längster Weg war der zu mir selbst wo Himmel und Erde sich treffen, sogar das Nichts eine Farbe hat: Himmelblau Je näher ich meinem Ziel kam, umso weiter rückte ich in die Ferne meiner Seele, weil nichts so weit entfernt ist, wie du dir selbst (Ulrike M. Dierkes)

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Wolkenbruch

14. September 2009 silbenfrau

Wolkenbruch haben Sie schon mal mit den Wolken gebrochen? Ich meine nicht, ob Sie sich nach einer rauschenden Ballnacht unter freiem Himmel übergeben haben, sondern so richtig Krach mit den Elementen zwischen Himmel und Erde hatten? Ich nicht. Ich liebe den Himmel, bei Tag und bei Nacht. Blitz und Donner, Eis und Schnee, den Mond und die Sterne, Regen und Sonne. Gestern hat es wolkenbruchartig geschüttet, als schütte der Himmel [» weiterlesen]

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Sommerlyrik III

25. Juli 2009 silbenfrau

37 ° nicht nur im ZDF. Mein Schirm steht auf Sommer! gelbe Fransen im Wind, ein glühender Verehrer der Sonne kraft Sonnenenergie Helle Sterne und lange laue Näch(s)te auf dem Balkon. Ich fliehe in ein Bad immer auf der Suche nach einer Quelle, einem Ursprung ins kühle Nass und ziehe Bahnen. Nicht allein mir, auch anderen steht das Wasser bis zum Hals. Der ganze Stadtteil trifft sich, hält sich bedeckt, [» weiterlesen]

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Sommerlyrik II

25. Juli 2009 silbenfrau

Was Menschen im Sommer so reden! Neulich, es ist eine Weile her, sagte Jemand, mit mir sei nicht gut Kirschen essen. Dabei war noch nie Jemand mit mir Kirschen essen. Mir fiel ein, warum niemand mit mir Kirschen essen gehen wollen würde… Ich esse nämlich immer die Kirschkerne mit! Ich ignoriere den Kern! Ich schlucke Zuviel! Mir fiel ein, daß ich mal mit Jemandem Oliven essen war Plötzlich fragte der: [» weiterlesen]

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Sommerlyrik

25. Juli 2009 silbenfrau

Still ist der Abend geworden Still naht die laue Sommernacht elegant: tintenblau Still entnehme ich ihr meine Feder eintauchend Satz für Satz. Will nicht mit elektrischem Silbenhagel ihre Stille zerstören. Will dir schreiben was ich denke was ich fühle was ich meine Will ihr danken und dem Froschkonzert lauschen das sie mir durch geöffnete Fensterflügel zuträgt und den Mitternachtskirchglockenschlag akzeptieren. (Ulrike M. Dierkes)

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